Dokument: Humane Adipozyten produzieren FGF-2 und fördern die Proliferation von Osteoblasten und den OPG/ RANKL Quotienten mit Einfluss auf die Bildung von Osteoklasten

Titel:Humane Adipozyten produzieren FGF-2 und fördern die Proliferation von Osteoblasten und den OPG/ RANKL Quotienten mit Einfluss auf die Bildung von Osteoklasten
Weiterer Titel:Human adipocytes produce FGF-2 an increase osteoblast proliferation and the OPG/RANKL ratio with an influence on osteoclast formation
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=73295
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20260526-112217-6
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Kühn, Markus Christopher [Autor]
Dateien:
[Dateien anzeigen]Adobe PDF
[Details]809,6 KB in einer Datei
[ZIP-Datei erzeugen]
Dateien vom 17.05.2026 / geändert 17.05.2026
Beitragende:PD Dr. Schinner, Sven [Gutachter]
Grotheer, Vera [Gutachter]
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibungen:Die Osteoporose als typische altersassoziierte Erkrankung gewinnt aufgrund der alternden Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Die durch die Osteoporose erniedrigte Knochendichte mit schlechterer Mikroarchitektur erhöht das Risiko für eine Fraktur mit weitreichenden individuellen, gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen.
Verschiedene Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und sowohl der Knochendichte als auch dem Risiko für eine osteoporotische Fraktur beschrieben. Ein niedriges Körpergewicht steigert dieses Risiko, wohingegen ein höheres Körpergewicht dieses Risiko senkt. Der genaue Zusammenhang und die beteiligten Mechanismen sind nicht vollständig geklärt.
Fettgewebe ist mittlerweile als ein endokrines Organ etabliert. Die von ihm produzierten Hormone werden als Adipokine bezeichnet. Eine direkte Wirkung des Fettgewebes über Adipokine auf den Knochen wäre also denkbar und könnte die Verbindung zwischen Körpergewicht und Knochendichte erklären.
Diese Dissertation soll untersuchen, ob eine direkte und durch Adipokine vermittelte Wirkung von Adipozyten auf Osteoblasten vorliegt, wie diese sich äußert und durch welche Adipokine sie vermittelt wird.
Hierzu wurde Zellkulturmedium durch primäre humane Adipozyten konditioniert. Dadurch enthält es sämtliche Adipokine. Zellen einer murinen präosteoblastischen Zelllinie und auch primäre humane Präosteoblasten wurden diesem konditionierten Medium ausgesetzt. Hierbei konnte gezeigt werden, dass es unter dem Einfluss von Adipokinen zu einer verstärkten Proliferation der Präosteoblasten kam. Dies war abhängig vom FGF-Rezeptor 1 und der PI3-Kinase. Im konditionierten Medium konnte bFGF/FGF-2 nachgewiesen werden und die Wirkung des konditionierten Mediums konnte durch rekombinantes FGF-2 in Abhängigkeit vom FGFR1 und der PI3K imitiert werden. Auch wenn die Differenzierung zu reifen Osteoblasten nicht stimuliert wurde, konnte der OPG/RANKL Quotient gesteigert werden. Hierdurch hatten die behandelten Präosteoblasten einen hemmenden Effekt auf die Differenzierung von Osteoklasten. Als Beleg für eine endokrin vermittelte Wirkung wurde FGF-2 in humanem Serum in Abhängigkeit vom BMI nachgewiesen.
Die Ergebnisse dieser Arbeit deuten auf einen positiven und endokrin durch Adipokine vermittelten Effekt des Fettgewebes auf Knochen hin. Ein besseres Verständnis dieser Vorgänge bietet die Möglichkeit, neue Ansätze zur Osteoporosetherapie auszumachen.

Osteoporosis as a typical age-related disease is becoming increasingly important due to the aging society. The reduced bone mineral density caused by osteoporosis with poorer microarchitecture increases the risk of a fracture with extensive individual, social and economic consequences.
Various studies have described a connection between body weight and both bone mineral density and the risk of an osteoporotic fracture. A low body weight increases this risk, whereas a higher body weight reduces this risk. The exact connection and the mechanisms involved are not fully understood.
Adipose tissue is now established as an endocrine organ. The hormones it produces are called adipokines. A direct effect of adipose tissue on bone by adipokines would be conceivable and could explain the connection between body weight and bone mineral density.
This dissertation is intended to investigate whether there is a direct and adipokine- mediated effect of adipocytes on osteoblasts, how it manifests itself and which adipokines mediate it.
For this purpose, cell culture medium was conditioned by primary human adipocytes so that it contained all adipokines. Cells from a murine preosteoblastic cell line and primary human preosteoblasts were exposed to this conditioned medium. It was shown that under the influence of adipokines the proliferation of preosteoblasts increased. This depended on FGF receptor 1 and PI3 kinase. bFGF/FGF-2 could be detected in the conditioned medium and the effect of the conditioned medium could be imitated by recombinant FGF-2 depending on FGFR1 and PI3K. Even if differentiation into mature osteoblasts was not stimulated, the OPG/RANKL ratio could be increased. As a result, the treated preosteoblasts had an inhibitory effect on the differentiation of osteoclasts. As evidence of an endocrine-mediated effect, FGF-2 was detected in human serum depending on BMI.
The results of this work indicate a positive endocrine and adipokine-mediated effect of adipose tissue on bone. A better understanding of these processes offers the possibility of identifying new targets for future agents for osteoporosis therapy.
Lizenz:Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:26.05.2026
Dateien geändert am:26.05.2026
Promotionsantrag am:12.04.2024
Datum der Promotion:04.03.2025
english
Benutzer
Status: Gast
Aktionen