Dokument: Partikelgrößenbestimmung zur Erfassung der Kauleistung mittels optischem Scanverfahren (eine klinische Pilotstudie)

Titel:Partikelgrößenbestimmung zur Erfassung der Kauleistung mittels optischem Scanverfahren (eine klinische Pilotstudie)
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20260428-130206-0
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Schmidt, Katharina Lisa-Maria [Autor]
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Dateien vom 24.04.2026 / geändert 24.04.2026
Beitragende:Prof. Dr. med. dent. Hugger, Alfons [Gutachter]
Prof. Dr. Wanke, Egon [Gutachter]
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibungen:Die Kauleistung ist ein wichtiger Parameter, um die Kaufähigkeit eines Probanden zu objektivieren und vergleichbar zu machen. Zur Bestimmung der Kauleistung wurde lange eine zeit- und materialaufwendige Siebmethode genutzt und später ein Scanverfahren entwickelt, dessen letzte Weiterentwicklung von einer Heidelberger Arbeitsgruppe um H. J. Schindler beschrieben wurde. Im Zuge der vorliegenden Arbeit wurde das Analyseprogramm des Scanverfahrens von der Siebmethode losgelöst und für jedermann nachvollziehbar dargestellt. Die Studie sollte die Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit der Methode überprüfen, die die individuelle Kauleistung anhand der Zerkleinerung eines künstlichen Kauguts erfasst. Gleichzeitig sollte ein Querschnitt durch die Spannbreite der Ergebnisse verschiedener Probanden dargestellt werden.
Es wurden 55 vollbezahnte, zahn- und funktionsgesunde Probanden (20 Männer, 35 Frauen) herangezogen, die ein künstliches standardisiertes Kaugut über eine definierte Anzahl an Kauzyklen kauten. Es fanden zwei Sitzungen statt und es wurde zwischen freiem Kauen (FK) und angewiesenem Kauen (Rechts- und Linkskauen, RK bzw. LK) unterschieden. Die Kaupartikel wurden nach dem Kauen gescannt und online (www.whhu.de) ausgewertet. Als Vergleichswert wurde der x50-Wert herangezogen, bei dem, bezogen auf das Volumen, 50 % der Kaupartikel in einem Sieb mit genau dieser Maschengröße liegen geblieben wären. Eine Vorprüfung mit 10 Proben, die zehn Mal neu ausgebreitet und gescannt
wurden, zeigte eine durchschnittliche Abweichung von 1,09 % und damit eine Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. Bei der Betrachtung des Probandenkollektivs zeigte sich eine große Variabilität unter den Probanden. Das Minimum des x50-Wertes des freien Kauens lag bei 2,67 mm und das Maximum bei 5,79 mm, während der Mittelwert bei 4,4 mm und die Standardabweichung bei 0,8 mm lag. Eine Veränderung der Kauleistung (beim freien sowie beim angewiesenen Rechts- und Linkskauen) sollte bevorzugt intrapersonell betrachtet werden – beispielsweise vor und nach der restaurativ-prothetischen Versorgung.
Insgesamt stellt die Düsseldorfer Methode eine weniger zeit- und materialaufwendige Alternative zur Siebmethode dar und vereinfacht auch die bisher vorgestellte digitale Variante durch die Onlinefunktion und ihre transparente Offenlegung der Berechnungsgrundlagen.

Chewing efficiency is an important parameter in dentistry to objectify and compare one’s ability of chewing. A material and time-consuming sieving method had been used to determine the chewing efficiency and recently a scanning method has been developed. The last enhancement was described by a research team by
H. J. Schindler from the university of Heidelberg. In the course of this thesis the software to analyse the scans was detached from the sieving method and designed more transparently. This study was designed to test the reliability and reproducibility of this method that records the individual chewing efficiency by particle size reduction of an artificial food. Simultaneously the width of the results among participants should be represented.
This study included 55 participants (20 male, 35 female) characterized by a full and healthy dentition. They attended two sessions. The participants were instructed to chew a standardized artificial food for a definite number of chewing cycles. It was differentiated between free chewing (FK) and directed chewing on either the right (RK) or the left side (LK). The chewed particles were spread on a scanner and analysed by an online tool (www.whhu.de). The most important comparative value was the x50 value at which 50 % of the particles (based on their volume/weight) would be retained in an imaginary sieve of this exact mesh size. A preliminary trial with ten samples that were spread and scanned ten times resulted in an average discrepancy of 1,09 % and hence the method appeared to be reproducible. On the basis of the data from this study one can say that there is a large variability between participants. The minimum of the x50 value during chewing freely was 2,67 mm and the maximum was 5,79 mm while the mean value was 4,4 mm. The standard deviation was 0,8 mm. Therefore, a comparison of chewing efficiency should be preferred within one participant, for example before and after receiving dental treatment.
Due to the possibility of using an online evaluation the “Duesseldorf method“ is accessible for everyone and also displays less use of materials and expenses. Generally speaking, the “Duesseldorf method“ is a reliable alternative to the sieving method and simplifies the existing digital “Heidelberg method“ while also disclosing the basis of calculation.
Lizenz:Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:28.04.2026
Dateien geändert am:28.04.2026
Promotionsantrag am:18.09.2025
Datum der Promotion:14.04.2026
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