Dokument: Evaluation der Mixed Reality-Technologie im Rahmen der Lehre in der kraniofaszialen Chirurgie

Titel:Evaluation der Mixed Reality-Technologie im Rahmen der Lehre in der kraniofaszialen Chirurgie
Weiterer Titel:Evaluation of Mixed Reality Technology in Craniofacial Surgery Education
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=72459
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20260313-130656-6
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Kaffka, David Benedikt [Autor]
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Dateien vom 05.03.2026 / geändert 05.03.2026
Beitragende:Prof. Dr. Dr. Majeed Rana [Gutachter]
Prof. Dr. Sajjad Muhammad [Gutachter]
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibungen:Die Mixed Reality (MR)-Technologie ist ein digitales Visualisierungsverfahren, das die holografische Darstellung dreidimensionaler Objekte im realen Raum ermöglicht. Mithilfe einer MR-Brille können Nutzer anatomische Strukturen oder pathologische Befunde interaktiv erkunden und beurteilen. Die Einführung neuer Technologien erfordert jedoch eine sorgfältige Abwägung, um Ressourcen effizient einzusetzen und den klinischen Alltag nicht zu belasten.
Ziel dieser Untersuchung war es, zu evaluieren, inwieweit die MR-Technologie für die Vermittlung theoretischer Inhalte in der medizinischen und zahnmedizinischen Ausbildung geeignet ist und welches Potenzial sie für die Lehre bietet. Die Studie umfasste zwei Phasen. Da bislang keine validierten Evaluationsinstrumente vorlagen, wurden zunächst 15 strukturierte Leitfadeninterviews durchgeführt. Auf Grundlage der Ergebnisse wurden zwei Fragebögen für die zweite Studienphase entwickelt.
Anschließend folgte eine Fragebogenerhebung im Pre-Post-Design. Die Teilnehmenden (n = 46) wurden randomisiert zwei Gruppen zugewiesen: Die Versuchsgruppe bearbeitete eine Lernaufgabe mit MR-Unterstützung, die Kontrollgruppe nutzte ein konventionelles Lernskript. Danach erfolgte eine Lernzielkontrolle. Vor dem Post-Fragebogen konnten auch die Teilnehmenden der Kontrollgruppe die MR-Anwendung erproben.
Die Evaluation zeigte, dass der Einsatz in der Lehre von den Teilnehmenden als interessant, hilfreich und lernförderlich wahrgenommen wurde. Die Befragten verfügten bereits über digitale Vorkenntnisse und verbanden hohe Erwartungen mit der Anwendung. Eine intuitive Handhabung und Zeitersparnis wurden als wichtig erachtet, könnten aber bei Nichterfüllung auch Hürden darstellen. Besonders positiv hervorgehoben wurden die dreidimensionale Visualisierung und das verbesserte Verständnis komplexer Inhalte. Kritische Rückmeldungen fielen moderat aus; Vorbehalte und Mehraufwand wurden erwähnt, jedoch weniger stark gewichtet.
Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass eine Einführung und Etablierung von Mixed Reality in der medizinischen Lehre grundsätzlich realisierbar erscheinen.

Mixed Reality (MR) technology is a digital visualization method that enables the holographic projection of three-dimensional objects within real-world environments. By using an MR headset, users can interactively explore and evaluate anatomical structures or pathological findings. The introduction of novel technologies, however, requires careful consideration to ensure efficient use of resources and to avoid disrupting clinical workflows.
The objective of this study was to evaluate the extent to which MR technology is suitable for conveying theoretical content in medical and dental education, and to assess its potential for teaching purposes. The study was conducted in two phases. As no validated evaluation instruments were available to date, 15 structured guideline-based interviews were carried out in the first phase. Based on the results, two questionnaires were developed for the second study phase.
Subsequently, a pre–post questionnaire survey was conducted. Participants (n = 46) were randomly assigned to two groups: the intervention group completed a learning task supported by MR, while the control group used a conventional learning script. A learning objective assessment followed. Before completing the post-questionnaire, participants in the control group were also given the opportunity to test the MR application.
The evaluation revealed that participants perceived the use of MR in teaching as engaging, helpful, and conducive to learning. Respondents already possessed digital literacy and expressed high expectations of the technology. Intuitive usability and time efficiency were considered important factors, which, if unmet, could present barriers. Particularly positive aspects highlighted were the three-dimensional visualization and the improved comprehension of complex subject matter. Critical feedback was moderate; while concerns regarding additional effort and reservations were mentioned, they were less strongly emphasized.
Overall, the findings suggest that the introduction and implementation of Mixed Reality in medical education appear to be fundamentally feasible.
Lizenz:Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:13.03.2026
Dateien geändert am:13.03.2026
Promotionsantrag am:12.10.2025
Datum der Promotion:05.03.2026
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