Dokument: Sarkopenie und Osteopenie als prognostische Marker bei Patienten mit cholangiozellulärem Karzinom nach Tumorresektion

Titel:Sarkopenie und Osteopenie als prognostische Marker bei Patienten mit cholangiozellulärem Karzinom nach Tumorresektion
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20260209-132151-2
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Heinrichs, Lisa [Autor]
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Dateien vom 04.02.2026 / geändert 04.02.2026
Beitragende:Univ.-Prof. Dr. med Roderburg, Christoph [Gutachter]
PD Dr. Niegisch, Günter [Gutachter]
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Das cholangiozelluläre Karzinom (CCC) ist der zweithäufigste lebereigene Tumor. Die Inzidenz beträgt 3 / 100.000 Menschen in Europa mit steigender Tendenz, sodass diese Tumorentität zunehmend an Bedeutung gewinnt, gerade auch in Hinblick auf die schlechte Prognose, die damit einhergeht. Die operative Resektion stellt die einzige Möglichkeit der Heilung dar, jedoch kommen nur wenige Patienten für eine Operation infrage. Einerseits, da das CCC häufig erst in fortgeschrittenem und damit oft bereits inoperablem Stadium entdeckt wird, andererseits, da Patienten bereits in einem reduzierten Allgemeinzustand sind. Daraus lässt sich die Fragestellung ableiten, anhand welcher Kriterien sich abschätzen lässt, wie das postoperative Überleben der Patienten sein wird. Um den Patienten ein möglichst langes postoperatives Überleben zu ermöglichen, wäre ein individuelles Risikoprofil interessant, anhand dessen man eventuell auch präoperativ die Ausgangsbedingungen verbessern könnte. Aktuell kann man anhand der UICC-Klassifikation zwar eine grobe Überlebensvorhersage der Betroffenen treffen, jedoch bleiben dabei die individuellen Gegebenheiten wie beispielsweise die aktuelle Konstitution der Patienten unberücksichtigt. Sarkopenie und Osteopenie können als Abbild des Allgemeinzustands betrachtet werden und wurden deshalb als präoperative Marker für das Überleben nach Tumorresektion untersucht. Unsere Kohorte bestand aus 76 Patienten mit cholangiozellulärem Karzinom, die innerhalb der letzten zehn Jahre eine Tumorresektion an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf erhalten haben. Zur Bestimmung von Osteo- und Sarkopenie wurde die Knochendichte auf Höhe L1 bestimmt und mittels 3D-Slicer die Muskelmasse auf Höhe des dritten Lendenwirbelkörpers gemessen. Die ermittelte Muskelmasse wurde anschließend auf die Körpergröße des Patienten normiert, sodass sich L3SMI und L3PMI ergeben. Die statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS und unsere – auch nach Geschlechtern getrennte – Analyse legt nahe, dass sowohl Sarkopenie als auch Osteopenie als prognostische Marker für das postoperative Überleben nach Resektion genutzt werden können. Dabei ergab sich eine Gewichtung der Faktoren hinsichtlich der Geschlechter. Muskelmasse und -qualität scheinen wichtige prognostische Faktoren vorwiegend für Männer zu sein und die Knochendichte als prognostischer Faktor vorwiegend für Frauen. Zusätzlich wurde auch die Qualität der Muskulatur in Bezug auf das postoperative Überleben betrachtet. Die Analyse ergab, dass Patienten mit einer guten muskulären Zusammensetzung ein signifikant längeres Überleben aufweisen als Patienten mit einer schlechteren Muskelqualität.
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Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:09.02.2026
Dateien geändert am:09.02.2026
Promotionsantrag am:09.06.2025
Datum der Promotion:03.02.2026
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