Dokument: Etablierung der endonasalen Dakryozystorhinostomietechnik und erste Ergebnisse an einer deutschen Universitätsaugenklinik

Titel:Etablierung der endonasalen Dakryozystorhinostomietechnik und erste Ergebnisse an einer deutschen Universitätsaugenklinik
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20260203-094635-6
Kollektion:Publikationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Texte » Artikel, Aufsatz
Medientyp:Text
Autoren: Holtmann, Christoph [Autor]
Borrelli, Maria [Autor]
Geerling, Gerd [Autor]
Strianese, Diego [Autor]
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Dateien vom 03.02.2026 / geändert 03.02.2026
Stichwörter:Dacryocystorhinostomy , Lacrimal duct surgery , Dakryozystorhinostomie , Stenose , Tränenwegschirurgie , Stenosis , Endonasal , Lacrimal duct stenosis , Tränenwegsstenose
Beschreibung:Hintergrund

Die externe Dakryozystorhinostomie (DCR) wird bis heute mit hervorragenden funktionellen und ästhetischen Ergebnissen durchgeführt. Mit der Entwicklung der starren Endoskopie in den 1980er-Jahren wurde die endonasale DCR (EnDCR) zu einer Behandlungsalternative. In Deutschland wird die EnDCR bislang nahezu ausschließlich von Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Ärzten durchgeführt, obwohl die Indikation in der Regel von Augenärzten gestellt wird. Wir beschreiben die Etablierung der endonasalen Dakryozystorhinostomie an einer deutschen Universitätsaugenklinik.
Methoden

Nach Aufbau der notwendigen Infrastruktur (Endoskopieturm, Instrumente) führten 3 okuloplastische Ophthalmochirurgen der Einrichtung die ersten 6 Operationen unter Aufsicht eines erfahrenen externen EnDCR-Chirurgen durch. Patientenalter, Geschlecht, Indikation, Operationszeit, Lernkurve (basierend auf der Operationszeit), Nachbeobachtungszeit, bestkorrigierte Sehschärfe (BCVA) präoperativ und bei der letzten Vorstellung (logMar) sowie die subjektiven wie objektiven Befunde bei der Tränenwegsspülung nach Extubation wurden erfasst.
Ergebnisse

Insgesamt wurden 15 EDCRs bei 14 Patienten (w = 10, m = 4) durchgeführt. Das mittlere Patientenalter betrug 63 ± 14 Jahre. Die häufigste Indikation für die EnDCR war ein Status nach Dakryozystitis (n = 10, 71,4 %), gefolgt von primärer nasolakrimaler Ductusobstruktion ohne vorangegangene Dakryozystitis (n = 4, 28,6 %). Die mittlere Operationszeit betrug 74 ± 25 min. Die Operationszeit der ersten 7 Eingriffe war signifikant länger als die der folgenden 8 Eingriffe (93 ± 20 min vs. 57 ± 14 min, p = 0,007). Die Nachbeobachtungszeit betrug 2,8 ± 2 Monate. Die Sehschärfe blieb in diesem Zeitraum unverändert (0,16 ± 0,2 vs. 0,17 ± 0,2, p = 0,173); 13 Patienten (einschließlich des bilateralen EnDCR-Falls) waren beschwerdefrei und Tränenwege frei spülbar. Bei einem Patienten war das Auge subjektiv morgens noch verklebt, die Spülung war normal, und eine Endoskopie wurde zur Klärung empfohlen.
Schlussfolgerung

Die EnDCR kann von erfahrenen okuloplastischen Chirurgen unter Aufsicht mit einer flachen Lernkurve schnell erlernt werden. Die Erfolgsrate ist über den kurzen Verlauf (hier in der kleinen Kohorte bisher über 90 %) vergleichbar mit den Erfolgsraten der externen DCR in der Literatur.
Rechtliche Vermerke:Originalveröffentlichung:
Holtmann, C., Strianese, D., Borrelli, M., & Geerling, Gerd . (2025). Etablierung der endonasalen Dakryozystorhinostomietechnik und erste Ergebnisse an einer deutschen Universitätsaugenklinik. Die Ophthalmologie, 123(1), 22–28. https://doi.org/10.1007/s00347-025-02335-2
Lizenz:Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:03.02.2026
Dateien geändert am:03.02.2026
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