Dokument: Evaluation der Lebensqualitätseinschränkung von Patienten mit odontogenen Logenabszessen

Titel:Evaluation der Lebensqualitätseinschränkung von Patienten mit odontogenen Logenabszessen
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20200116-094541-1
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor:Dr. Schorn, Lara [Autor]
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Dateien vom 15.01.2020 / geändert 15.01.2020
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibungen:Die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität (Oral Health-Related Quality of Life = OHRQoL) ist wichtiger Bestandteil der Lebensqualität des Menschen. Auch akute Krankheitsbilder können, ebenso wie chronische Krankheitsbilder, einen starken, nachhaltigen Effekt auf ein Individuum und dessen Lebensqualität haben. Diese Studie beschäftigt sich mit der Evaluation der mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität bei odontogenen Logenabszessen, der Begleitumstände und der sich daraus für den Krankenhausalltag ergebenden Konsequenzen.

Untersucht wurden Patienten, welche sich in der zentralen Notaufnahme der Uniklinik Düsseldorf oder in der ambulanten Sprechstunde der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie mit odontogenen Logenabszessen vorstellten. Instrument zur Erfassung der OHRQoL war die deutsche Version des Oral Health-Related Profile (OHIP-G). Zusätzlich wurden Fragen zur individuellen Mundhygiene und zu Lebensgewohnheiten gestellt. Dies erfolgte initial während des stationären Aufenthaltes und erneut nach 3-6 Monaten mit einem Bezugszeitraum von einem Monat. 94 Patienten nahmen an der initialen Befragung teil, 54 Patienten füllten auch den zweiten Fragebogen nach 3-6 Monaten aus.
Die Ergebnisse wurden zusätzlich mit Werten aus der gesunden deutschen Normalbevölkerung verglichen.

Hohe OHIP-Werte weisen auf eine niedrige mundgesundheitsbezogene Lebensqualität hin. Es konnte ein signifikanter Unterschied der OHIP-G Werte vorher zu den OHIP-Ergebnissen nachher festgestellt werden (p =<0,001). Hierbei ergaben sich Mittelwerte von 55,24 (37,02) Punkten vorher und 37,02 (35,79) nachher. Abszesspatienten zeigten höhere OHIP-Werte als die gesunde deutschen Normalbevölkerung, sowohl initial als auch nach 3-6 Monaten.

Im Hinblick auf die Ergebnisse der vorliegenden Studie lässt sich folgern, dass sich die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität von Patienten mit Logenabszessen nach der Intervention bessert. Nichtdestotrotz scheint die Lebensqualität sowohl retrospektiv im Monat vor der akuten Notfallbehandlung als auch 3-6 Monate danach schlechter zu sein als die der gesunden deutschen Normalbevölkerung. Auch in Bezug auf akute Krankheitsbilder darf deshalb im Sinne eines allumfassenden Therapiekonzeptes die psychologische Komponente nicht vernachlässigt werden.

“Background: Oral Health-Related Quality of Life (OHRQoL) is an important aspect of quality of life. Acute illnesses, as well as chronic diseases, can have a strong, persisting impact on an individual’s quality of life. This study evaluates OHRQoL of patients with odontogenic fascial space abscesses, the underlying conditions, and its consequences for clinical routines.

Methods: The research group consisted of patients presenting themselves to the emergency room or elective clinic of the Department for Cranio-Maxillofacial and Plastic Surgery (n = 94). The validated German version of the Oral Health Impact Profile (OHIP-G) and additional questions (including habits and routines in oral hygiene) with an anamnestic recall period of 1 month was used to evaluate OHRQoL shortly after emergency treatment (baseline) and again after 3– 6 months’ follow-up. Ninety-four patients completed the questionnaire at baseline, 54 completed both questionnaires. Additionally, OHIP-G scores were compared to those of the non-impacted general German population.

Results: Results showed a significant difference in OHIP-G scores from baseline to follow-up
(p = 0.001). Overall a mean of 55.24 (±37.02) points was scored at baseline and a mean of 37.02 (±35.79) points was scored at follow-up. Patients scored higher than participants of a representative study of the general German population.

Conclusion: Overall results suggest an increase in OHRQoL 3–6 months after acute treatment. Nevertheless, OHRQoL of patients suffering from odontogenic fascial space abscesses seems to remain generally lower than the OHRQoL of the general German population.“
Quelle:Schorn L, Schrader F, Depprich R, Lommen J, Kübler NR, Holtmann H. Evaluation of the oral health-related quality of life in patients with odontogenic fascial space abscesses and underlying conditions – a prospective questionnaire-based study. Head & Face Medicine (2019) 15:16
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:16.01.2020
Dateien geändert am:16.01.2020
Promotionsantrag am:09.09.0019
Datum der Promotion:14.01.2020
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