Dokument: Der Effekt transkranieller Wechselstromstimulation (tACS) über dem linken primären motorischen Cortex (M1) auf motorisches Lernen

Titel:Der Effekt transkranieller Wechselstromstimulation (tACS) über dem linken primären motorischen Cortex (M1) auf motorisches Lernen
Weiterer Titel:the effect of transcranial alternating current stimulation (tACS) applied over left primary motor cortex (M1) on motor learning
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=42765
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20170703-104809-9
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Meier, Anna [Autor]
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Dateien vom 29.06.2017 / geändert 29.06.2017
Beitragende:Prof. Dr. med. Bettina Pollok [Gutachter]
Prof. Dr. Rüdiger J. Seitz [Gutachter]
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Die vorliegende Arbeit untersucht den Effekt transkranieller Wechselstromstimulation (tACS) über dem linken primären motorischen Cortex (M1) auf implizites motorisches Lernen. Motorisches Lernen ist relevant für zahlreiche Alltagsaktivitäten und beruht auf der Fähigkeit, motorische Abläufe zu erlernen, schnell zu optimieren und schließlich zu konsolidieren, d.h. ein motorisches Gedächtnis zu bilden. Die Konsolidierung eines motorischen Programms ist charakterisiert (i) durch eine geringere Störanfälligkeit gegenüber interferierenden Aufgaben und (ii) durch eine passive Verbesserung der motorischen Lernleistung nach dem Training. Für das Erlernen und die Konsolidierung motorischer Sequenzen ist der M1 relevant. Hier zeigt sich vor allem in der frühen Phase der Konsolidierung, während der ersten 30 Minuten nach dem Lernen, eine funktionelle Reorganisation, die auch als synaptische Plastizität bezeichnet wird. Synchronisierte oszillatorische Aktivität vor allem im Alpha- (8-12 Hz) und Beta- (13-30 Hz) Frequenzbereich nimmt eine Schlüsselrolle für die Bewegungssteuerung ein. Allerdings ist die genaue Bedeutung dieser Frequenzen für motorisches Lernen und motorische Gedächtniskonsolidierung bisher nicht vollständig geklärt. Die in der vorliegenden Studie verwendete transkranielle Wechselstromstimulation (englisch: transcranial alternating current stimulation; tACS) über dem linken M1 ermöglicht eine vorübergehende frequenzspezifische, nicht-invasive Modulation motor-kortikaler Oszillationen. Die serielle Reaktionszeitaufgabe (englisch: serial reaction time task; SRTT) stellt für die Untersuchung des impliziten motorischen Sequenzlernens ein etabliertes Maß dar. In der vorliegenden Studie erlernten insgesamt 36 rechtshändige Probanden die SRTT mit der rechten Hand. Die tACS wurde nach dem Erlernen der SRTT für 10 Minuten mit entweder 10 Hz oder 20 Hz über dem linken M1 appliziert. Eine Scheinstimulation diente als Kontrollbedingung. Die Analyse zeigte signifikant schnellere Reaktionszeiten sowohl nach der 10 als auch nach der 20 Hz tACS. Dieser Effekt war nach der 20 Hz tACS stärker. Die Daten der vorliegenden Arbeit weisen darauf hin, (i) dass motor-kortikale Oszillationen im Beta-Frequenzband relevant für die frühe Konsolidierung einer neu erlernten motorischen Sequenz sind und (ii) die tACS eine geeignete Methode darstellt, um motor-kortikale Konsolidierungsprozesse zu fördern.
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät » Institute » Institut für Medizinische Psychologie
Dokument erstellt am:03.07.2017
Dateien geändert am:03.07.2017
Promotionsantrag am:21.02.2017
Datum der Promotion:27.06.2017
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