Dokument: Relationsbilder: Zum Verhältnis von Ethik, Politik und Medienästhetik in den (post-)kinematografischen Anordnungen von Omer Fast, Harun Farocki, Hito Steyerl und Aernout Mik

Titel:Relationsbilder: Zum Verhältnis von Ethik, Politik und Medienästhetik in den (post-)kinematografischen Anordnungen von Omer Fast, Harun Farocki, Hito Steyerl und Aernout Mik
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20161117-094101-7
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor:M.A. Seibel, Sven [Autor]
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Dateien vom 15.11.2016 / geändert 15.11.2016
Beitragende:Prof. Dr. Görling, Reinhold [Gutachter]
Prof. Dr. Vinzenz Hediger [Gutachter]
Beschreibung:Für die vorliegende Arbeit markieren die anhaltenden Prozesse der „Remediatisierung“ und „Relokalisierung“ des Films den Ausgangspunkt, um nach den Umrissen einer politischen Medienästhetik unter (post-)kinematografischen Bedingungen zu fragen. Filme und allgemeiner filmische Formen sind, wie dies derzeit in der Film- und Medienwissenschaft konstatiert wird, in hohem Maßen in neue Prozesse der Verteilung und Zirkulation eingelassen, aus denen zugleich neue Prinzipien ihrer Verschränkung im medienkulturellen Alltag resultieren. Eine zentrale Überlegung dieser Studie gründet auf der Einschätzung, dass sich aus diesen technologischen und kulturellen Transformationen des Kinos auf der eine Seite, seinen Verflechtungen und Einlassungen in neue Lebenszusammenhänge auf der anderen, die Möglichkeit bietet, das Verhältnis von Politik, Ethik und Medienästhetik ökologisch neu zu beschreiben.
Anhand der Essay- und Installationsfilme und Videolectures der KünstlerInnen und FilmemacherInnen Aernout Mik, Hito Steyerl, Omer Fast und Harun Farocki werden politische Ökologien filmischer Praktiken skizziert, die nach wie vor von dem Filmbild als multimodaler und affektiver Wahrnehmungsform ausgehen, sich zugleich aber auch über postkinematografische Milieus erstrecken. Die zentrale Herausforderung, der sich die Arbeit hierbei stellt, besteht darin, eine politische Medienästhetik zu perspektivieren, die sich nicht länger ausschließlich über die Inszenierung einer „Politik der Form“, sondern eben über eine Topologie politischer, technologischer und sozialer Relationen bestimmt. Die Kategorie der Relationalität wie sie gegenwärtig in medienökologischen Ansätzen, aber auch der Filmtheorie, Affektforschung oder der philosophischen Ästhetik verhandelt wird, soll im Rahmen der Studie theoretisch und methodisch für ein medienästhetisches Denken in Relationen weitergedacht werden. Hierzu entwickelt die Arbeit das Konzept des Relationsbildes. Relationsbilder gehen aus der Verflechtung von filmischen mit anderen medialen oder sozialen Praktiken hervor; sie verdanken sich den Bahnungen zirkulärer Bildformen, die das Terrain des Krisenhaften mit dem des Alltäglichen verbinden und hierbei nicht zuletzt die Frage politischer Öffentlichkeiten neu aufwerfen.
Aus den entwickelten Lesarten der Projekte der vier KünstlerInnen und RegisseurInnen (Fast, Farocki, Steyerl, Mik,) sowie den Lektüren relationaler und ethisch-politisch informierter Theorie-Positionen (Butler, Bateson, Latour, Haraway, Deleuze, Guattari, Appadurai) geraten im Verlauf der Arbeit insgesamt fünf ethisch-ästhetische Gefüge in den Blick, die ihrerseits über fünf medienästhetische Denkfiguren (Neuverkettung, Remontage, Zirkulation, Diffraktion, Responsivität) erschlossen werden.
Fachbereich / Einrichtung:Philosophische Fakultät » Institut für Kultur und Medien
Dokument erstellt am:17.11.2016
Dateien geändert am:17.11.2016
Promotionsantrag am:24.05.2016
Datum der Promotion:29.06.2016
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