Dokument: "Zum wilden Aufstande entflammen". Die deutsche Ägyptenpolitik 1914-1918. Ein Beitrag zur Propagandageschichte des Ersten Weltkrieges.

Titel:"Zum wilden Aufstande entflammen". Die deutsche Ägyptenpolitik 1914-1918. Ein Beitrag zur Propagandageschichte des Ersten Weltkrieges.
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=3642
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20070214-104419-5
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor:Dr. Oberhaus, Salvador [Autor]
Dateien:
[Dateien anzeigen]Adobe PDF
[Details]2,40 MB in einer Datei
[ZIP-Datei erzeugen]
Dateien vom 14.02.2007 / geändert 14.02.2007
  
[Dateien anzeigen]Microsoft Word
[Details]2,61 MB in einer Datei
[ZIP-Datei erzeugen]
Dateien vom 14.02.2007 / geändert 14.02.2007
Beitragende:Prof. Dr. Krumeich, Gerd [Gutachter]
Prof. Dr. Hecker, Hans [Gutachter]
Stichwörter:Erster Weltkrieg, Orient, Heiliger Krieg, Revolutionierung, Max von Oppenheim, Ägypten, Abbas Hilmi II., Curt Prüfer, Muhammed Farid, Ägyptenpolitik, Orientpolitik
Dewey Dezimal-Klassifikation:900 Geschichte und Geografie
Beschreibung:Die vorliegende Dissertation untersucht am Beispiel Ägyptens die Orientpolitik des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg. Im Mittelpunkt der deutschen Ägyptenpolitik stand eine breit angelegte Propagandastrategie zur Revolutionierung der von den Staaten der Entente in kolonialer Abhängigkeit gehaltenen islamischen Welt vermittels Inszenierung eines Djihads. Der angestrebte flächendeckende Aufstand sollte Deutschland einen kriegsentscheidenden Vorteil verschaffen und Großbritannien zur Kapitulation zwingen.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die ideologischen, programmatischen, strukturellen und organisatorisch-institutionellen Voraussetzungen und Grundlagen der Insurrektionspolitik gegen Ägypten, deren Verlauf und Entwicklung besonders zwischen 1914 und 1916, sowie die methodisch-inhaltliche Dimension der Revolutionierungspropaganda.
Die Studie lässt sich von den Fragen leiten, ob das Deutsche Reich überhaupt über die strukturellen, personellen sowie politischen Ressourcen und Mittel der Einflussnahme verfügte, um ein globales Netz von miteinander zu koordinierenden Propagandastellen zu errichten und zu unterhalten? In welcher Weise sollten die einzelnen Insurrektionsplanungen, Aktionen und Kampagnen im syrisch-ägyptischen Grenzgebiet jeweils ausgeführt und wie miteinander verbunden werden, um eine Konzentration und Zentralisierung der Kräfte und Kompetenzen sowie größtmögliche Effizienz zu erzielen? Wer kontrolliert auf welche Weise die Agents Provocateurs bzw. führt Dienstaufsicht über die unüberschaubare Zahl entsendeter Emissäre, die für den deutsch-türkischen Djihad agitieren und sabotieren? Wie wird seitens des Auswärtigen Amts auf Fehlentwicklungen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Revolutionierungsstrategie reagiert?
Ein Hauptaugenmerk gilt den Bemühungen der deutschen und ägyptischen Protagonisten, nachrichtendienstliche bzw. propagandanetzwerkliche Strukturen von und nach Ägypten herzustellen, um Informationssicherheit hinsichtlich der politischen und militärischen Verhältnisse im Lande und Informationskontrolle über die nach Ägypten transferierten Nachrichten zu erreichen und die Aufstandsbewegung im Lande vorzubereiten.
Fachbereich / Einrichtung:Philosophische Fakultät » Historisches Seminar
Dokument erstellt am:31.01.2007
Dateien geändert am:14.02.2007
Promotionsantrag am:29.01.2007
Datum der Promotion:29.01.2007
english
Benutzer
Status: Gast
Aktionen