Dokument: Nervenschonende Rektumkarzinomchirurgie mit totaler mesorektaler Exzision unter Verwendung der Wasserstrahldissektion

Titel:Nervenschonende Rektumkarzinomchirurgie mit totaler mesorektaler Exzision unter Verwendung der Wasserstrahldissektion
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=30609
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20140911-130321-2
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Touloumtzidis, Aristotelis [Autor]
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Dateien vom 08.09.2014 / geändert 08.09.2014
Beitragende:Prof. Dr. Goretzki, Peter E. [Betreuer/Doktorvater]
Prof. Dr. Pfeffer, Klaus [Gutachter]
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Die Behandlung des Rektumkarzinoms ist in der heutigen Zeit eine interdisziplinäre Herausforderung. Eine Schlüsselrolle im Gesamtkonzept der Therapie stellt weiterhin die chirurgische Therapie dar. Zur Verbesserung der totalen mesorektalen Exzision verwendeten wir die Wasserstrahldissektion in der vorliegenden Studie. Ziel war es neben der perioperativen Morbidität und Mortalität, und dem onkologischen Langzeitergebnis insbesondere die Blasen- und Sexualfunktionsstörungen im Langzeitverlauf zu erfassen und diese mit Ergebnissen aus der internationalen Literatur zu vergleichen.
Zu diesem Zweck untersuchten wir retrospektiv, im Zeitraum zwischen Oktober 2001 und Juni 2009, ein Kollektiv von 105 Patienten mit einem Adenokarzinom des mittleren und unteren Rektumdrittels, die mittels Wasserstrahldissektion operiert wurden. 76 Patienten wurden einer tiefen anterioren Rektumresektion, 29 Patienten einer abdominoperinealen Rektumexstirpation zugeführt. 28 von 60 Patienten mit erfolgter Radiochemotherapie erhielten ein stadiengerechtes neoadjuvantes Therapiekonzept. Blasen- und Sexualfunktionsstörungen wurden unter Verwendung des ‚International Prostata Symptom Score (IPSS)‘ und des ‚International Index of Erectile Function (IIEF-5)‘ erhoben. Überlebensraten wurden mittels der Kaplan-Meier-Methode berechnet.
Die mediane Nachbeobachtungszeit belief sich auf 35 (2-96) Monate. Die Morbidität betrug 46,7%, eine Anastomoseninsuffizienz kam in 5,7% der Fälle vor. Die postoperative 30-Tage Letalität lag bei 0%, die Gesamtkrankenhausmortalität bei 2,9%. Die Lokalrezidivrate wurde mit 8,5% angegeben. Das tumorspezifische 5-Jahres-Überleben des Gesamtkollektives lag bei 74% und variierte stadienabhängig. Langfristige Blasenfunktionsstörungen zeigten sich bei 6% der Patienten, zu Sexualfunktionsstörungen kam es bei 27% der männlichen Patienten im Langzeitverlauf.
Der spezifische Vorteil der Wasserstrahltechnik ist die erleichterte Dissektion zwischen den Faszien ohne Einsatz von thermischer Energie. Dies führt zu einer hervorragenden Schonung der Nerven im kleinen Becken. Resultat ist eine akzeptable Rate an Morbidität und Mortalität sowie eine gutes onkologisches Langzeitergebnis im Vergleich zur internationalen Literatur. Die Rate an Blasen- und Sexualfunktionsstörungen stellen im Vergleich zu internationalen Zentren ein exzellentes Ergebnis dar.
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:11.09.2014
Dateien geändert am:11.09.2014
Promotionsantrag am:08.12.2010
Datum der Promotion:21.08.2014
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