Dokument: Die Internationale Arbeitsorganisation und Deutschland 1919 - 1933

Titel:Die Internationale Arbeitsorganisation und Deutschland 1919 - 1933
Weiterer Titel:The International Labour Organization and Germany 1919 - 1933
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20140214-110542-9
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Viehweger, Lutz [Autor]
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Dateien vom 12.02.2014 / geändert 12.02.2014
Beitragender:Prof. Dr. Nonn, Christoph [Betreuer/Doktorvater]
Stichwörter:ILO, IAO, Deutschland, Erster Weltkrieg
Dewey Dezimal-Klassifikation:300 Sozialwissenschaften, Soziologie » 320 Politik
Beschreibung:Im Teil XIII des Versailler Vertrages wurde die Gründung einer Behörde unter der Schirmherrschaft des Völkerbundes beschlossen, die sich für die globale Hebung und Angleichung der sozialen Arbeitsstandards einsetzen sollte. In der Präambel der Satzung dieser Behörde heißt es, dass ein allgemeiner und dauernder Friede nur auf der Grundlage der sozialen Gerechtigkeit aufgebaut werden könne. Diese neue Behörde, die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) mit Sitz in Genf, sollte durch global koordinierte Sozialpolitik dazu beitragen kommende Konflikte zu vermeiden.

Durch die Darlegung der Geschichte der internationalen Sozialpolitik werden zunächst die Grundlagen für eine internationale Befassung mit Sozialstandards umrissen. Um die große Frage nach dem sozialpolitischen Friedenserhalt im Kleinen beantworten zu können, wird mit der Gründungsgeschichte der IAO aufgezeigt, in welchem Ausmaß der IAO politische Einflussmöglichkeiten zur Verfügung standen. Die Betrachtung der Einbeziehung Deutschlands in die IAO kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gibt weitere Hinweise darauf, wie der einigende Charakter der multinationalen Organisation Grundlagen für ein sozial ausgeglichenes Miteinander schaffen sollte. Wie dieses Ziel durch konkrete Maßnahmen auf nationaler Ebene weiterverfolgt wurde, wird durch die Darstellung der Reibungsverluste bei den einzelnen IAO-Vorhaben auf dem Weg durch die Behörde bis hin zur Umsetzung in nationales Recht in den Fokus der Betrachtung gestellt. Danach wird der Wandel des politischen Klimas in der Weimarer Republik zwischen 1919 und 1933 und dessen Auswirkungen auf die Arbeit der ILO mit in die Untersuchung einbezogen. Dies erfolgt anhand der Berichte der nationalen IAO-Vertretung in Berlin.

Damit ein Vergleich zwischen den internationalen Vorgaben und den Sozialstandards der Weimarer Republik möglich ist, werden zunächst die sozialpolitischen Bemühungen auf nationalstaatlicher Ebene im historischen Verlauf wiedergegeben. Durch die Herausarbeitung der Unterschiede in den nationalen und internationalen Vorgaben ab 1919 entsteht dann ein Bild, das eine Bewertung des Einflusses der IAO auf die Sozialpolitik in der Weimarer Republik ermöglicht.
Bezug:1919 - 1933 (Vorgeschichte der IAO von ca. 1800 - 1918)
Fachbereich / Einrichtung:Philosophische Fakultät » Historisches Seminar » Lehrstuhl für Neuere Geschichte (II)
Dokument erstellt am:14.02.2014
Dateien geändert am:14.02.2014
Promotionsantrag am:15.01.2013
Datum der Promotion:12.06.2013
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