Dokument: Toxische Effekte phenolischer Inhaltsstoffe aus Psoralea corylifolia

Titel:Toxische Effekte phenolischer Inhaltsstoffe aus Psoralea corylifolia
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20140110-122902-6
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Limper, Christian [Autor]
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Dateien vom 06.01.2014 / geändert 06.01.2014
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Bei den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um eine große, heterogene Gruppe chemischer Verbindungen, die grundlegender Bestandteil des Stoffwechsels jeder Pflanze und aufgrund ihrer Bioaktivität und molekularstrukturellen Diversität von wachsendem Interesse für die Arzneimittelforschung ist.
In dieser Arbeit wurden neun Flavonoide und zwei Cumarinderivate aus der medizinischen Heilpflanze Psoralea corylifolia hinsichtlich ihrer molekularen Wirkung auf die Rattenhepatomzelllinie H4IIE, die Gliomzelllinie C6 und die Kolon-Karzinom-Zelllinie Hct 116 untersucht. Für die Flavonoide Bavachromen, Isowighteon, 6 Prenylnaringenin und Xanthoangelol konnte nach 24 h die stärkste konzentrationsabhängige Inhibition der Zellproliferation mit EC50-Werten von < 40 µM in allen drei Zelllinien (mit Ausnahme von 6 Prenylnaringenin in C6 Zellen) nachgewiesen werden. Geringere toxische Effekte zeigten Corylin, Wighteon und die erstmals beschriebene Substanz DPHC. Im Folgenden wurde demonstriert, dass diese Zytotoxizität über eine Induktion der Apoptose vermittelt wird. Dies konnte durch einen Anstieg der Caspase 3 und 7-Aktivität, Chromatinkondensation und die Bildung apoptotischer Körperchen bei gleichzeitig fehlendem Nachweis jeglicher Nekroseparameter nachgewiesen werden.
Im zweiten Teil der Arbeit wurden die molekularen Mechanismen der proapoptotischen Wirkung der Substanzen erforscht. Hier konnte für Isowighteon eine konzentrationsabhängige Inhibition der Proteinkinasen MEK und ERK, sowie eine Aktivierung von p38 für Konzentrationen bis 25 µM gezeigt werden. Gleichzeitig wurde eine Minderphosphorylierung von MEK durch Xanthoangelol, 6 Prenylnaringenin und Bavachromen festgestellt. Ein Einfluss einer der Substanzen auf die MAP Kinase JNK konnte mithilfe des Immunoblots ausgeschlossen werden.
Zuletzt erfolgte die Evaluation des antioxidativen Potentials der Inhaltsstoffe aus Psoralea corylifolia. Dabei konnten mit Corylifol C und Sophoracoumestan A zwei potente Antioxidatien identifiziert werden.
Zusammenfassend bieten diese Ergebnisse neue Ansatzpunkte bei der Entwicklung zytostatischer Wirkstoffe in der Krebstherapie. Insbesondere Isowighteon scheint aufgrund seiner zytotoxischen und proapoptotischen Eigenschaften, sowie seiner Fähigkeit, modulierend in intrazelluläre Signalwege einzuwirken ohne dabei antioxidative Wirkungen zu entfalten, für weitere Untersuchungen geeignet zu sein.
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät » Institute » Institut für Toxikologie
Dokument erstellt am:10.01.2014
Dateien geändert am:10.01.2014
Promotionsantrag am:17.07.2012
Datum der Promotion:16.12.2013
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