Dokument: PROGNOSEFAKTOREN BEI DER THERAPIE DES EWING-SARKOMS

Titel:PROGNOSEFAKTOREN BEI DER THERAPIE DES EWING-SARKOMS
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20031223-000690-1
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Pedonomou, Marios [Autor]
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Dateien vom 09.02.2007 / geändert 09.02.2007
Beitragender:PD Dr. Schnabel, Thomas [Gutachter]
Stichwörter:EWING-SARKOM, UEBERLEBENSZEIT, REZIDIVFREIES UEBERLEBENSZEIT, GESCHLECHT, LOKALISATION, RESTTUMOR, CHEMOTHERAPIE, STRAHLENTHERAPIE, CHIRURGISCHE THERAPIE
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Risikofaktoren bei der Therapie des Ewing-Sarkoms

Das Ewing-Sarkom ist eine maligne Knochenerkrankung des Kindesalters. In der vorliegenden Studie wurde die prognostische Bedeutung verschiedener Faktoren in Bezug auf die Überlebenszeit bzw. der rezidivfreien Überlebenszeit unserer Ewing-Sarkom-Patienten überprüft und mit den Literaturergebnissen verglichen. Das Patientengut beinhaltete 53 Patienten, die in den Universitätskliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zwischen 1970 und 1992 registriert und behandelt worden waren.

Als nicht signifikant in Bezug auf die Überlebenszeit erwiesen sich das Geschlecht mit Remissionsraten von 57,69% für männliche und 48,15% für weibliche Patienten (p=0,42), die Tumorlokalisation (p=0,09), wobei Extremitätentumoren bessere Remissionsraten (68,18%) als Beckentumoren (25,0%) aufwiesen, die Präsenz eines Resttumors nach Lokaltherapie (p=0,78) mit Raten von 55,32% für ja und 33,33% für nein, die Art der Operation mit 75,0% für Amputation und 51,61% für lokale Resektion (p=0,79). Nicht signifikant war ebenfalls die Bestrahlungsdosis im Vergleich von Dosen von 40 bis 59 Gy und über 60 Gy (p=0,21).

Als Faktoren mit großer prognostischen Bedeutung in Bezug auf die Überlebenszeit bei Ewing-Sarkom-Patienten haben sich in der vorliegenden Arbeit die Operation (p=0,019), die Chemotherapie (p=0,00), die Fraktionierung der Bestrahlung (p=0,046) und die histologische Klassifizierung des Tumors (p=0,001) erwiesen.

In Bezug auf die rezidivfreien Überlebenszeit keiner der geprüften Faktoren erwies sich als statistisch signifikant: Geschlecht (p=0,66), Tumorlokalisation (p=0,16), Resttumor (p=0,15), Operation (p=0,51), Art der Operation (p=0,54), Chemotherapie (p=0,99), Bestrahlungs-dosis (p=0,89) und Fraktionierung der Bestrahlung (p=0,74).

Für die Zukunft wird man danach streben, die Lokalbehandlung weiter zu individualisieren und die Patienten risikoadaptiert zu behandeln.
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:23.12.2003
Dateien geändert am:12.02.2007
Promotionsantrag am:16.12.2003
Datum der Promotion:16.12.2003
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