Dokument: Behandlung radiogener Spätfolgen durch HBO (Hyperbare Oxygenierung)
Eine Beobachtungsstudie bei 80 Patienten

Titel:Behandlung radiogener Spätfolgen durch HBO (Hyperbare Oxygenierung)
Eine Beobachtungsstudie bei 80 Patienten
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20031118-000659-3
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Bürger, Annette Ulrike [Autor]
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Dateien vom 09.02.2007 / geändert 09.02.2007
Beitragende:PD Dr. Carl, U. M. [Gutachter]
Prof. Dr. Hartmann, Karl Axel [Gutachter]
Stichwörter:Hyperbare Oxygenierung, HBO, Strahlentherapeutische Nebenwirkungen, Normalgewebsreaktion, Ionisierende Strahlung, Radiogene Proktits, Osteoradionekrose, Weichteilnekrose, Radiogenes Ödem, XerostomieHBO, hyperbaric Oxygenation, normal tissue reaction, radiation sequelae
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Behandlung radiogener Spätfolgen durch HBO (Hyperbare Oxygenierung) Eine Beobachtungsstudie bei 80 Patienten
Einleitung: Der Einsatz ionisierender Strahlung ist ein etabliertes Therapieverfahren bei der Behandlung maligner Tumoren. Strahlentherapeutische Spätfolgen von Normalgewebe im Bereich von Tumorbestrahlungsfeldern können Monate bis Jahre nach einer Radiatio auftreten. Die Behandlung dieser Spätfolgen durch HBO wirde in der vorliegenden Beobachtungsstudie beschrieben.
Methode: 80 Patienten, die im Verlauf nach Radiatio typische Veränderungen von Haut, Subkutanem Fettgewebe, Weichteilen, Knochen u.a. aufwiesen, wurden mittels HBO behandelt. Nach Überprüfung der Kammertauglichkeit fand die Therapie in einer Haux-Mehrpersonenkammer entsprechend dem sogenannten Problemwundenschema nach Marx (TS 240/90) statt. Die Gesamtbehandlung betrug im Median 25 Therapieeinheiten (Streuung 7 bis 70). Bewertet wurden jeweils die einzelnen Nebenwirkungen in Anlehnung an den LENT-SOMA-Score der RTOG (Radiation Therapy Oncolgy Group). Zusammenfassend wurden 259 Endpunkte in zehn Nebenwirkungsgruppen ausgewertet.
Ergebnisse: Das Gesamtansprechen der Spätfolgen auf die HBO-Therapie zeigte, dass insgesamt 106 der 259 Symptome zur vollständigen Abheilung gebracht werden konnten. Dies entspricht 40,9%. In gut einem Drittel der Fälle (88 von 259 Symptomen), entsprechend 33,9% konnte eine deutliche Besserung der Symptomatik erreicht werden. In 23,5% der Fälle, bei 61 Symptomen kam es durch die HBO zu keiner Änderung.
Schlussfolgerung: Bezüglich des Nutzen der HBO Therapie zur Behandlung radiogener Proktitiden, Osteoradionekrosen der Kieferknochen und Weichteilnekrosen besteht Einigkeit darüber, dass die Patienten von dieser Methode profitieren. Die Nebenwirkungen und Komplikationen des Verfahrens sind gering. Geimeinsam mit allen bisherigen Veröffentlichungen wird die Notwendigkeit prospektiv randomisierter Studien erkannt, die ein standardisiertes Messverfahren zur Bewertung der radiogenen Folgen voraussetze
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:18.11.2003
Dateien geändert am:12.02.2007
Promotionsantrag am:21.10.2003
Datum der Promotion:21.10.2003
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