Dokument: Klinischer, laborchemischer und
radiologischer Langzeitverlauf der individualisierten Enzymersatztherapie
des Morbus Gaucher

Titel:Klinischer, laborchemischer und
radiologischer Langzeitverlauf der individualisierten Enzymersatztherapie
des Morbus Gaucher
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=2427
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20020128-000427-7
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Boerner, Dirk [Autor]
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Dateien vom 09.02.2007 / geändert 09.02.2007
Beitragende:Prof. Dr. Dahl, Stephan vom [Gutachter]
Prof. Dr. Mödder, Ulrich [Gutachter]
PD Dr. med. Gross-Weege, Wilhelm [Gutachter]
Stichwörter:Morbus Gaucher,Düsseldorfer-Gaucher-Score, Enzymersatztherapie, MRT, Chitotriosidase,Cerezyme, ß-Glucocerebrosidase, Knochenbefall,
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Einleitung: Morbus Gaucher ist die häufigste lysomale Speicherkrankheit. Die Patienten präsentieren sich meist erst im Erwachsenenalter mit Asthenie, Adynamie, Oberbauchbeschwerden und Knochenschmerzen. Ursache ist ein autosomal-rezessiver Mangel an Glucocerebrosidase. Seit 1991 existiert mit der sogenannten Enzymersatztherapie (Alglucerase®/Imiglucerase®) eine wirksame Behandlung. Fragestellung: Der klinische, laborchemische und radiologische Langzeitverlauf der Erkrankung unter einer individualisierten Enzymersatztherapie sollte untersucht werden und eine Einteilung des Knochenbefalls erarbeitet werden (Düsseldorfer-Gaucher-Score).
Methodik: Zwischen 1991 und 1999 wurden 66 (39♀, 27♂) erwachsene Patienten untersucht, die Diagnose gesichert und die Enzymersatztherapie begonnen. Das mittlere Alter lag bei 48 Jahren (Spannbreite 18-78). Patienten mit einer Hepatosplenomegalie ohne Knochenbefall erhielten 20, jene mit mäßigem Knochenbefall 40 und die Patienten mit schwerem Knochenbefall 60 IE/kg KG/2 Wochen i.v.. Nachuntersuchungen fanden in regelmäßigen Abständen zunächst alle 3-6 Monate, dann jährlich statt. Hierbei wurde neben Laboruntersuchungen ein MRT der Beine durchgeführt.
Ergebnisse: Innerhalb der ersten 2 Jahre kam es zu einem mittleren Anstieg des Hämoglobins um 1,9 g/dl, und der Thrombozyten um 79.000/µl. Saure Phosphatase, ACE und Ferritin waren in 94, 93 und 72 % vor Aufnahme der Therapie erhöht und fielen innerhalb der ersten 2 Jahre rasch ab. Empfindlichster Laborparameter war die Plasma-Chitotriosidase, ein von Makrophagen sezerniertes Enzym, das im Mittel vor Therapie bei 15916 nmol/ml/h lag (Normwert < 400). Die Chitotriosidaseaktivität verringerte sich innerhalb eines Jahres um mehr als 70 %. Die unterschiedlichen Dosierungen hatten keinen signifikanten Einfluß auf das Hämoglobin, die saure Phosphatase und das ACE. Die Schwere des Knochenbefalls wurde mit einem eigenen Bewertungsschema, dem Düsseldorfer-Gaucher-Score (DGS), quantifiziert. Dieser DGS wurde durch die Anzahl der betroffenen Regionen definiert und konnte zwischen 0 und 8 liegen. Es zeigte sich, daß ein inhomogener Knochenbefall, der Zustand nach Splenektomie sowie die Erlenmeyerkolben-Deformität signi
Schlußfolgerung: Die Enzymersatztherapie des Morbus Gaucher ist sicher und wirksam. Für die hämatologischen und radiologischen Verlaufsparameter ist zur Zeit keine sichere Dosisabhängigkeit beweisbar. Die Chitotriosidase eignet sich zur Verlaufsbeobachtung und zur Erkennung von Rezidiven. Die MRT ist ein geeignetes nicht-invasives und genaues diagnostisches Verfahren zur Evaluierung des Knochenbefalls sowie zur Dokumentation der Rekonversion des Fettmarkes unter Enzymersatztherapie
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:28.01.2002
Dateien geändert am:12.02.2007
Promotionsantrag am:28.01.2002
Datum der Promotion:28.01.2002
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