Dokument: Vergleichbarkeit der Methoden zur Bestimmung der Aktivierten
Partiellen Thromboplastinzeit und der Resistenz gegen aktiviertes Protein
C

Titel:Vergleichbarkeit der Methoden zur Bestimmung der Aktivierten
Partiellen Thromboplastinzeit und der Resistenz gegen aktiviertes Protein
C
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=2417
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20021204-000417-2
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Kappert, Günther [Autor]
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Dateien vom 09.02.2007 / geändert 09.02.2007
Beitragende:Prof. Dr. Reinauer, Hans [Gutachter]
Prof. Dr. Schmitz, Franz-Josef [Gutachter]
Stichwörter:APTT, APC-Resistens, Methodenvergleich,APC, Protein C, Standardisierung, Gerinnungsdiagnostik,HämostaseologieAPTT, APC-Resistance, method comparison, APC,proteine C, standardization, coagulation, hemostaseology
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibungen:Um die Vergleichbarkeit verschiedener Methoden zur Analyse der Aktivierten Partiellen Thromboplastinzeit (APTT) zu überprüfen, wurden acht verschiedene kommerzielle APTT-Reagenzien an zwei verschiedenen Analysatoren mit optomechanischer bzw. photometrischer Fibrinclotdetektion untersucht: Die Referenzbereiche und die Nachweisempfindlichkeit für einen Faktorenmangel im intrinsischen System, für Heparin und Lupusantikoagulantien waren reagenz- und geräteabhängig. Durch Bildung einer APTT-Ratio ließen sich die Referenzbereiche nicht vereinheitlichen. Mittels Neothromtin kann nicht zwischen einem leichten und einem klinisch relevanten Faktorenmangel unterschieden werden. Die Empfindlichkeit für einen Faktor XII-Mangel ist bei den meisten Reagenzien schwächer ausgeprägt als für die anderen untersuchten Faktorenmängel. Lediglich Pathromtin SL weißt an beiden Analysatoren hierfür eine hohe Empfindlichkeit auf und übertrifft auch beim Nachweis eines Mangels Faktor XI, IX und VIII die anderen untersuchten Reagenzien. Die Ergebnisse von in vitro Verdünnungsreihen können hinsichtlich der Heparinempfindlichkeit nicht auf die Resultate von Patientenproben übertragen werden. Für jede Methode muss ein eigener therapeuti Die Präzision der Methoden lag mit Ausnahme von Neothromtin und von APTT-L dank der vollständigen Analysenautomatisation in einem akzeptablen Bereich. Eine hohe Korrelation wurde beim Vergleich von Pathromtin SL am BFA und am BCT erreicht. Zwischen Methoden, welche denselben Oberflächenaktivator benutzten, ergaben sich sehr unterschiedliche Korrelationen. Der Korrelationskoeffizient veränderte sich, wenn der Vergleich statt an einen Kollektiv, dessen APTT-Verlängerung auf einer Heparingabe beruht, an einem Kollektiv nicht heparinisierter Patienten durchgeführt wurde. Dies deutet auf unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich der Nachweisempfindlichkeit für Faktormangel und Heparin. Eine Standardisierung der APTT unter Verwendung mathematischer Methoden ist mehrfach fehlgeschlagen. Um eine Vereinheitlichung über Mindestanforderungen an die APTT hinaus zu erreichen, müssten alle Hersteller ein chemisch einheitliches APTT-Reagenzes produzieren. Dieses sollte eine hohe Faktormangel- und eine hohe Lupusantikoagulanzempfindlichkeit sowie eine definierte Empfindlichkeit für Heparin und Hirudin aufweisen, damit es in dieser Beziehung den zur Zeit auf dem Markt befindlichen Reagenzien nicht unterlegen ist. Bis dahin ist für jede APTT-Methode der Referenz- und der therapeutische Bereich sowie nach Möglichkeit die Nachweisempfindlichkeit für Faktorenmangel und Lupusantikoagulanzien zu evaluieren. Zumindest für ein Universitätsklinikum ist es notwendig, in allen angeschlossenen Laboratorien ein einheitliches Analysensystem durchzusetzen. Hilfreich wäre auch, wenn zur Bestimmung des therapeutischen Bereiches der Heparingabe Patientenplasmen mit bekannt Untersucht wurden weiterhin vier Methoden zur Bestimmung der Resistenz gegen aktiviertes Protein C (APC). Wegen ihrer hohen Sensitivität und Spezifität eignen sich die APTT-basierenden Methoden mit Faktor V - Mangelplasmavorverdünnung hervorragend als Screeningteste vor Anwendung teurer genetischer Methoden. Von der Verwendung von APTT-Modifikationen ohne Faktor V – Mangelplasmavorverdünnung, von der APC-Sensitivität, von der Akzelerininaktivierung und von Teste, welche auf Messung der Faktor VIII-Aktivität beruhen, muss hingegen abgeraten werden. Eine Anwendung der sogenannten normierten APC-Ratio besitzt keine Vorteile, da sich hiermit die Referenzbereiche nicht vereinheitlichen lassen und auch keine Verbesserung der Sensitivität oder Spezifität erreicht wird.

Eight different commercial reagents for the Activated Partial Thromboplastine Time (APTT) were investigated on two different analysers with optomechanical and photometrical clot detection in order to compare different APTT-methods:
The reference ranges, the sensitivity for intrinsic-factor deficiency, for heparin and for lupus anticoagulants depended on the reagent and on the analyser used. The APTT-ratio did not provide similar reference ranges for the different methods. Using Neothromtin a clinical serve factor deficiency could not be differentiate from a mild one. In general the sensitivity for factor XII deficiency was lower than for the other intrinsic factors. Only Pathromtin SL showed a high factor XII sensitivity. Additionally this reagent was most sensitive for factor VIII, IX and XI deficiency. The results of in vitro heparin dilution series could not be compared with the results found in plasma of heparin treated patients. For every new APTT-method a therapeutic range must be evaluated by testing plasma samples of heparin treated patients. Also for lupus anticoagulants other results were found if a dilution series than in patient plasma. Due to the complete automatisation the imprecision was acceptable except Neothromtin and APTT-L. A high correlation was found between Pathromtin SL on both analysers. Methods using the same surface activator demonstrated very different correlation coefficients. Investigating different patient collectives (heparin treatment vs. factor deficiency) also different correlation coefficient were seen. This confirmed the different sensitivity for heparin and factor deficiency. A standardization of the APTT using mathematic models was not successful in many tries. To receive more comparability of the APTT all companies must produce a chemical identical APTT-reagent. This should have a high sensitivity for factor deficiency and lupus anticoagulants and a well defined sensitivity for heparin and hirudin. Till then the qualities of every APTT-method has to be evaluated. It is recommended to use only one method in all connected laboratories of one institution like a university clinic. The commercial availability of plasma from heparin treated patients with known anti-factor Xa activity would be useful to determine the therapeutic range. Furthermore four methods to test the resistance again protein C (APC) were investigated. Methods based on APTT with predilution by factor V deficiency plasma were very useful as a screening test before performing more expensive genetics methods because of their high sensitivity and specificity. Methods without this predilution or based on the factor VIII inactivation and the APC-Sensitivity and the accelerin inactivation could not be recommended. The use of the normalized APC-Ratio did not provide any advantage, because this did not produce any assimilation of the reference ranges and any improvement of the sensitivity or specificity.
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:04.12.2002
Dateien geändert am:12.02.2007
Promotionsantrag am:04.12.2002
Datum der Promotion:04.12.2002
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