Dokument: Einfluss von L-Dopa und der Stimulation des Nucleus Subthalamicus auf qualitative und quantitative Bewegungsparameter bei Parkinson-Patienten

Titel:Einfluss von L-Dopa und der Stimulation des Nucleus Subthalamicus auf qualitative und quantitative Bewegungsparameter bei Parkinson-Patienten
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20100922-153938-6
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Braun, Martin [Autor]
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Dateien vom 17.09.2010 / geändert 17.09.2010
Beitragende:Prof. Dr. Schnitzler, Alfons [Gutachter]
Prof. Dr. med. Vesper, Jan [Gutachter]
Stichwörter:Parkinson, Tiefe Hirnstimulation, Kinese
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Die Kardinalsymptome der Parkinson-Krankheit (Rigor, Tremor, Bradykinese und posturale Instabilität) lassen sich gut durch die Gabe von L-Dopa und durch die Tiefe Hirnstimulation (THS) im Bereich des Nucleus subthalamicus (STN) behandeln. Ob die beiden Therapiearten jedoch einen differenziellen Effekt auf die Bradykinese ha-ben, ist bislang unklar. In der vorliegenden Studie untersuchten wir daher 8 hypoki-netisch-rigide Parkinson-Patienten mit Stimulationselektroden im STN in 4 Konditio-nen: THS in Kombination mit L-Dopa (STIM-ON/MED-ON), THS allein (STIM-ON/MED-OFF), L-Dopa allein (STIM-OFF/MED-ON) und ohne Therapie (STIM-OFF/MED-OFF). 14 gesunde Probanden bildeten die Kontrollgruppe. Aufgabe für beide Gruppen war es, so schnell wie möglich (1) eine Pronations-Supinations-Bewegung des Unterarmes (Diadochokinese) und (2) eine Beuge-Streck-Bewegung des Zeigefingers durchzuführen. Dabei wurden mittels eines 3-D-Ultraschall-Systems folgende Bewegungsparameter detektiert: Frequenz, Amplitude und Gleichmäßigkeit der Bewegungen.
Im STIM-OFF/MED-OFF waren alle Bewegungsparameter schlechter als in den 3 anderen Konditionen. Bei der Diadochokinese (relativ proximale Bewegung) verbes-serte THS signifikant die Amplitude und die Frequenz, während STIM-OFF/MED-ON keinen signifikanten Effekt zeigte. Im Gegensatz dazu fand sich bei der Fingerbewe-gung (distale Bewegung) ein stärkerer Einfluss von STIM-OFF/MED-ON als von STIM-ON/MED-OFF auf die Amplitude. Beide Bewegungen wurden unter STIM-ON/MED-ON weiter verbessert, trotzdem blieb die maximale Frequenz im Vergleich zur Kontrollgruppe verlangsamt. Amplitude und Gleichmäßigkeit beider Bewegungen zeigten hingegen keine Unterschiede zur Kontrollgruppe.
Die Untersuchungen ergeben einen besseren Effekt von L-Dopa auf die distalen Fin-gerbewegungen und von THS auf die mehr proximale Diadochokinese. Zusätzlich zeigen die Ergebnisse, dass die Kombination aus THS und L-Dopa besser ist als ei-ne der beiden Therapien allein. Es kann ein komplementärer Wirkmechanismus bei-der Therapien auf die an der Bradykinese beteiligten Hirnareale angenommen werden.
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:22.09.2010
Dateien geändert am:17.09.2010
Promotionsantrag am:10.02.2010
Datum der Promotion:03.09.2010
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