Dokument: Die Wirkung von L-DOPA auf das zerebrale oszillatorische Netzwerk des Parkinsonschen Ruhetremors

Titel:Die Wirkung von L-DOPA auf das zerebrale oszillatorische Netzwerk des Parkinsonschen Ruhetremors
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URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20090113-110020-1
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Makhloufi, Houssain [Autor]
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Dateien vom 12.01.2009 / geändert 12.01.2009
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibung:Der Ruhetremor des Morbus Parkinson (MP) ist mit einem oszillatorischen Netzwerk, das kortikale und subkortikale Hirnareale umfasst, assoziiert. Obwohl Dopamin (DA) effektiv Tremorsymptome lindern kann, ist nur wenig über den Effekt von DA auf oszillatorische Aktivität innerhalb dieses Netzwerks bekannt. Daher bestand das Ziel der vorliegenden Arbeit darin, den Effekt von L-DOPA auf das oszillatorische zerebrale Netzwerk des Parkinsonschen Ruhetremors (RT) zu untersuchen.
Zu diesem Zweck wurden zehn Patienten mit Tremor-dominantem MP untersucht. Hierfür wurde die (i) Muskelaktivität der Unterarmmuskeln mittels EMG und die (ii) Hirnaktivität mittels Magnetenzephalogramm (MEG) aufgezeichnet. Die Datenauswertung erfolgte mithilfe der Analysesoftware DICS. Die erste Messung wurde nach einer mindestens 12-stündigen Medikamentenkarenz ohne L-DOPA (OFF) durchgeführt. Die zweite Messung erfolgte 30 − 60 Minuten nach Gabe von L-DOPA (ON).
Im OFF zeigten alle Patienten den typischen RT (4−7 Hz). Der Tremor war mit einer signifikanten Kohärenz zwischen dem EMG der Unterarmmuskeln und der Aktivität des kontralateralen primären somatosensorischen Kortex (M1/S1) assoziiert. Darüberhinaus konnte zerebrale Aktivität in (1) M1/S1, (2) supplementär-motorischen Arealen (SMA), (3) lateralem prämotorischem Kortex (PMC), (4) dienzephaler Aktivität, (5) sekundärem somatosensorischem Kortex (S2), (6) posterior-parietalem Kortex (PPC), und (7) ipsilateralem Kleinhirn festgestellt werden. Im ON wurde eine signifikante Abnahme der EMG Power, aber auch der M1/S1- und PPC-Aktivität festgestellt. Die zerebro-muskuläre Kohärenz (M1/S1 - EMG) nahm signifikant unter L-DOPA ab. Zudem wurde im ON eine signifikante Abnahme der zerebro-zerebralen Kopplung zwischen PMC und Dienzephalon und eine tendenzielle Abnahme zwischen M1/S1 und Dienzephalon sowie M1/S1 und PMC festgestellt.
Die Daten der vorliegenden Arbeit lassen vermuten, dass eine verstärkte Kopplung innerhalb des Netzwerks zwischen thalamischen, prämotorischen und primär motorischen Hirnarealen für die Genese des RT pathologisch bedeutsam ist. L-DOPA beeinflusst selektiv pathologische oszillatorische Aktivität und Kommunikation innerhalb des Tremorbezogenen Netzwerks und reduziert dadurch den RT.
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:13.01.2009
Dateien geändert am:12.01.2009
Promotionsantrag am:10.10.2007
Datum der Promotion:21.12.2008
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