Dokument: Cognitive Modeling of Interference From Prospective-Memory Tasks

Titel:Cognitive Modeling of Interference From Prospective-Memory Tasks
Weiterer Titel:Kognitive Modellierung der Interferenz durch prospektive Gedächtnisaufgaben
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=23378
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20130121-115147-4
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor:Dipl. Psych. Horn, Sebastian [Autor]
Dateien:
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[Details]1,87 MB in einer Datei
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Dateien vom 21.12.2012 / geändert 21.12.2012
Beitragende:Prof. Dr. Bayen, Ute J. [Gutachter]
Prof. Dr. Musch, Jochen [Gutachter]
Stichwörter:prospektives Gedächtnis, Modellierung, Reaktionszeiten
Dewey Dezimal-Klassifikation:100 Philosophie und Psychologie
Beschreibungen:Prospective-memory tasks require to remember intended actions at some point in the future (e.g., remembering to buy groceries on the way home). As a characteristic feature, these tasks involve self-initiated retrieval from memory without explicit reminders and are highly relevant in everyday life. To examine prospective memory in a laboratory paradigm, participants are engaged in an ongoing task (e.g., a lexical-decision task). Participants are then asked to remember to carry out another action on prespecified target events, which are embedded in the ongoing task. The cost- or interference effect (Hicks, Marsh, & Cook, 2005; Smith, 2003)
refers to the finding that ongoing-task latencies are often increased with embedded PM tasks. Such changes in latencies have also been observed before target occurrence and have been
regarded as an indicator for preparatory attentional processes that are functionally relevant for target detection (Smith, 2003). The aim of the present dissertation was a model-based analysis
of interference effects to identify and disentangle the underlying cognitive processes, using Ratcliff’s (1978) diffusion model that simultaneously takes into account ongoing-task speed and accuracy. In all six datasets, we found an increase in latencies with an embedded prospective-memory task. As a core modeling result, prospective-memory tasks induce more cautious ongoing-task decisions (i.e., a change in the speed-accuracy criterion a) and may lead to increases in peripheral nondecisional processes (model parameter Ter). A comparison between younger and older adults revealed qualitatively and quantitatively similar patterns.

Prospektive Gedächtnisaufgaben erfordern, sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft an eine intendierte Handlung zu erinnern (z. B. auf dem Heimweg noch einen Einkauf zu erledigen). Charakteristisch für solche im Alltag relevante Aufgaben ist der selbstinitiierte Abruf aus dem Gedächtnis ohne explizite Hinweise. Um prospektives Erinnern im Laborparadigma
zu untersuchen, bearbeiten Versuchspersonen eine fortlaufende Aufgabe (z. B. eine lexikalische Entscheidungsaufgabe). In diese Aufgabe werden vorher definierte prospektive Zielereignisse eingebettet, bei denen sich die Versuchspersonen erinnern sollen, eine andere Handlung auszuführen. Der Kosten- oder Interferenzeffekt (Hicks, Marsh, & Cook, 2005; Smith, 2003) bezieht sich auf die Beobachtung, dass die Latenzzeiten in der fortlaufenden Aufgabe oft erhöht sind, wenn prospektives Erinnern erforderlich ist. Solche Veränderungen in den Latenzzeiten wurden auch gefunden, bevor ein prospektives Zielereignis auftrat und
wurden in theoretischen Arbeiten auf vorbereitende Aufmerksamkeit zurückgeführt, die für die Detektion von Zielereignissen funktional relevant sein soll (Smith, 2003). Gegenstand dieser Dissertation war die modellbasierte Analyse von Interferenzeffekten, um die zugrunde liegenden kognitiven Prozesse genauer zu identifizieren und voneinander zu trennen. Dabei wurden mit dem Diffusionsmodell (Ratcliff, 1978) simultan Veränderungen in der Geschwindigkeit und Genauigkeit der Bearbeitung der fortlaufenden Aufgabe berücksichtigt. In allen
sechs Datensätzen wurde eine Erhöhung der Latenzzeiten durch die prospektive Gedächtnisaufgabe gefunden. Ein zentrales Modellierungsergebnis war, dass prospektive Aufgaben eine
vorsichtigere Bearbeitung der fortlaufenden Aufgaben induzieren (d.h., eine Veränderung im Geschwindigkeits-Genauigkeits Kriterium a) und zu Verzögerungen in peripheren, nicht entscheidungsbezogenen Prozessen (Modellparameter Ter) führen können. Im Vergleich zwischen jüngeren und älteren Erwachsenen zeigte sich dabei ein qualitativ sowie quantitativ
ähnliches Muster.
Lizenz:In Copyright
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Fachbereich / Einrichtung:Mathematisch- Naturwissenschaftliche Fakultät » WE Psychologie » Mathematische und Kognitive Psychologie
Dokument erstellt am:21.01.2013
Dateien geändert am:21.01.2013
Promotionsantrag am:16.10.2012
Datum der Promotion:30.11.2012
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