Open Access

Als zentraler Dokumenten- und Publikationssserver der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist der Dokumentenserver nicht nur Plattform für Online-Semesterapparate, Lehrmaterialen und Dissertationen. Er bietet Ihnen ebenfalls die Möglichkeit, Ihre Publikationen auch online im Volltext zu archivieren und im Sinne des Open Access weltweit frei zugänglich zu machen. Dies ist nicht nur als Alternative zu einer Print-Veröffentlichung möglich, sondern meist auch zusätzlich als Zweitverwertungsmöglichkeit durch das deutsche Urheberrecht und/oder durch Verlagskonventionen und Autorenverträge ausdrücklich erlaubt. Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu Open Access und der Veröffentlichung im Volltext auf dem Dokumentenserver.

Was ist Open Access?

Unter Open Access ist der kostenfreie und öffentliche Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen über das Internet zu verstehen. Die Nutzenden können ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren die Volltexte uneingeschränkt lesen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen und auf sie verweisen. Open Access kann einerseits als Alternative zu traditionellen Publikationsmodellen verstanden werden, andererseits als zusätzliche Möglichkeit, bereits gedruckte (Postprint) oder noch zu druckende Publikationen (Preprint) über das Internet zu veröffentlichen.

"In einer digitalisierten und vernetzten Informationsgesellschaft muss der Zugang zur weltweiten Information für jedermann zu jeder Zeit von jedem Ort für Zwecke der Bildung und Wissenschaft sichergestellt werden!" heißt es in der Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft vom 5. Juli 2004.

Vorteile von Open Access

Aus Sicht der Autoren bietet Open Access
  • Erhöhte Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit von Publikationen durch weltweiten freien Zugriff
  • eine geringere Publikationsdauer - das Dokument ist unmittelbar nach der Fertigstellung weltweit verfügbar
  • gute Auffindbarkeit über Suchmaschinen und Nachweisdienste
  • Prioritätssicherung
  • Förderung der Forschungseffizienz durch rasche Diskussion von Forschungsergebnissen
  • niedrigere Produktions- und Distributionskosten
Die Vorteile für Forschung und Lehre sind
  • der schnelle und kostenfreie Zugang zu aktuellen, öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen
  • uneingeschränktes Lesen, Kopieren, Verteilen, Drucken, Durchsuchen und Referenzieren wissenschaftlicher Publikationen
  • Verbesserung der Informationsversorgung und Ausweg aus der Zeitschriftenkrise
  • Langfristige Verfügbarkeit der Publikationen

Lesen Sie hierzu die ausführlichen Erläuterungen auf der deutschen Open-Access-Seite.

Zwei Wege zu Open Access

Verschiedene Wege führen zur freien Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Publikationen im Sinne des Open Access Gedankens: Auf dem "grünen Weg" wird Ihre Publikation auf einem institutionellen Dokumentenserver wie DuEPublico zweitveröffentlicht. Auf dem "goldenen Weg" nutzen Sie als Autor die Möglichkeit, ihre Beiträge direkt in Open-Access-Journalen einzureichen, sowie Monographien und Sammelwerke auf Open-Access-Plattformen zu veröffentlichen.

Open Access: Zwei Wege

Mit dem Dokumentenserver auf der "Green Road" zu Open Access

Laut deutschem Urheberrechtsgesetz dürfen Sie als Autor Aufsätze, die in Zeitschriften veröffentlicht wurden, ein Jahr nach ihrem Erscheinen frei zugänglich im Internet veröffentlichen, sofern der Verlagsvertrag das nicht ausdrücklich ausschließt. Zusätzlich erlauben viele Verlage durch Verlagskonventionen (Publisher's Policies) generell die Verbreitung von Autorenkopien auf institutionellen Servern, auch wenn Publikationsrechte an sie übertragen wurden.

Wenn Sie eine Zweitveröffentlichung auf dem Dokumentenserver anstreben, dann

  • überprüfen Sie Ihren Verlagsvertrag daraufhin, ob eine Zweitveröffentlichung (Postprint) möglich ist.
  • nutzen Sie die SHERPA-RoMEO-Liste, um die Bedingungen für eine Zweitveröffentlichung auf dem Dokumentenserver zu ermitteln. Diese Liste enthält Lizenzbedingungen einer Vielzahl wissenschaftlicher Verlage.
  • informieren Sie ggf. Ihre Koautoren über die Absicht einer Zweitveröffentlichung. Die Urheberrechte der Autoren bleiben in vollem Umfang gewahrt.

Nutzen Sie Ihre Rechte und veröffentlichen Sie Ihre Forschungsergebnisse, soweit zulässig, zusätzlich auf dem Dokumentenserver und tragen Sie dadurch zu ihrer Verbreitung bei.

Warum Open Access?

Wissenschaftliche Publikationen werden in der Regel durch die öffentliche Hand finanziert. Dabei werden erhebliche finanzielle Mittel für die Forschung, die Erstellung des Inhalts, die Qualitätsprüfung durch Gutachter und die Herausgebertätigkeit bereitgestellt. Werden diese Publikationen als Verlagsveröffentlichungen mit traditionellem Geschäftsmodell herausgegeben, müssen Bibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen wiederum erhebliche finanzielle Mittel aufwenden, um diese Publikationen zu erwerben und ihren Nutzern zugänglich zu machen. Open Access versucht, diesen Missstand zu beenden.

Durch Open Access soll eine schnellere und umfassendere Verbreitung wissenschaftlichen Wissens ermöglicht werden, um den größtmöglichen Nutzen für Wissenschaft und Gesellschaft zu erreichen. Dieses Ziel unterstützen auch die Unterzeichner der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen, wie z.B. die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Max-Planck- und die Fraunhofer-Gesellschaft.

Open Access geht von dem Grundsatz aus, dass es einen freien gleichberechtigten Zugang aller Menschen zu den Ergebnissen des wissenschaftlichen Arbeitens geben sollte. Open-Access-Veröffentlichungen erreichen einen hohen Grad an allgemeiner Zugänglichkeit und Verfügbarkeit. Es ist belegt, dass sie häufiger gelesen werden als Publikationen mit Zugangsbeschränkungen, sodass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität mit ihren Leistungen deutlicher wahrgenommen werden.

Einige Textpassagen wurden mit freundlicher Genehmigung von der Humboldt-Universität Berlin übernommen.

Links und weitere Informationen

Weitere allgemeine Informationen zu Open Access finden Sie auch auf der Informationsplattform open-access.net. Diese Plattform hat das Ziel, den steigenden Informationsbedarf zum Thema Open Access zu decken. Sie bündelt bislang verstreute Informationen und bereitet diese für verschiedene Zielgruppen und Szenarien spezifisch auf.

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